Der grundsätzliche Auschluss von Personen aus der Bundeswehr und der Rüstungsindustrie aus Räumen der Hochschulen ist kontraproduktiv. Wir müssen als CampusGrün gerade in diesen Räumen, Formate wie Paneldiskussionen anbieten können. Den Einfluss von militärischen Akteuren können wir nicht vollstädnig verhindern. Mit von uns moderierten Formaten können wir allerdings einen Rahmen schaffen, in welchem Diskussionen nach unseren Regeln stattfinden und Redner*innen sowohl von uns, als auch von anderen Teilnehmer*innen eingeordnet werden können. Schließen wir diese Personen aus studentischen Räumen aus , so verhindern wir nicht den Diskurs und mindern ihren Einfluss, sondern verschieben den Diskurs schlicht außerhalb unserer Reichweite.
Im Folgesatz des Antrags fordern wir "In allen hochschulinternen Gremien, die über diese Thematiken beraten und entscheiden, müssen Studierende aktiv eingebunden werden.". Dies soll der Änderungsantrag erreichen. Verweigern wir die studentischen Räume, entziehen wir uns dem Diskurs und er findet ohne uns statt.
Dabei liegt das Stichwort auf Diskurs, nicht auf Monolog, nicht auf anwerben. Dem folgt, dass der Änderungsantrag explizit die Forderung nach dem Verbot der Werbung übernimmt.
Diskurs ordnet ein, kritisiert und zeigt Fehlverhalten auf, aber nur wenn er nach unseren Regeln stattfindet!
