s. Ä8 (zurückgezogen)
| Antrag: | Rassismus und Polizeigewalt benennen, bekämpfen und mit Opfern solidarisieren! |
|---|---|
| Antragsteller*in: | Halima Okanović (GRAS Bochum) |
| Status: | Übernahme |
| Eingereicht: | 09.05.2026, 13:36 |
| Antrag: | Rassismus und Polizeigewalt benennen, bekämpfen und mit Opfern solidarisieren! |
|---|---|
| Antragsteller*in: | Halima Okanović (GRAS Bochum) |
| Status: | Übernahme |
| Eingereicht: | 09.05.2026, 13:36 |
dringend der Kampf gegen Rassismus und institutionelle Gewalt unsere politische Arbeit prägen muss. Sein Tod reiht sich ein in eine Liste von durch die deutsche Polizei hervorgerufenen Todesfällen, etwa der Oury Jallohs. Insbesondere schwarze und andere sichtlich ethnisch nicht-deutsche Personen erleben Polizeigewalt und -willkür auf hohen Graden. Wir stellen uns klar gegen das rassistische Profiling auf Basis von Hautfarbe oder Migrationshintergrund.
Die Campusgrün BDV möge beschließen:
“Die Delegiertenversammlung von Campusgrün benennt vorherrschende rassistische
Strukturen klar und solidarisiert sich mit den Opfern dieser Strukturen.
Der Tod von Lorenz im April 2025 durch Polizeigewalt zeigt in aller Härte, wie
dringend der Kampf gegen Rassismus und institutionelle Gewalt unsere politische
Arbeit prägen muss. Sein Tod reiht sich ein in eine Liste von durch die deutsche Polizei hervorgerufenen Todesfällen, etwa der Oury Jallohs. Insbesondere schwarze und andere sichtlich ethnisch nicht-deutsche Personen erleben Polizeigewalt und -willkür auf hohen Graden. Wir stellen uns klar gegen das rassistische Profiling auf Basis von Hautfarbe oder Migrationshintergrund.
Auch an Hochschulen erleben Personen, deren ethnisch-
religiöse Abstammung nicht christlich-deutsch ist, täglich Stigmatisierungen und
strukturelle Diskriminierung. Als überwiegend ethnisch deutsche Gruppe müssen
wir unsere Privilegien stetig reflektieren und daraus lernen. Dafür sollten wir
uns selbst zurücknehmen aber auch andere Hochschulgruppen, Universitätsleitungen
und politische Handlungsträger*innen dazu auffordern. Wir müssen Personen mit
rassistisch verankerter Diskriminierungserfahrung zuhören und ihre Perspektiven
ernst nehmen, ihre Forderungen in unsere politische Arbeit integrieren, unsere
Privilegien nutzen um Diskriminierung und Rassismus abzubauen und unsere eigenen
Perspektiven nicht als universell setzen. Um die eigenen Rassismen zu erkennen
und zu verstehen, brauchen wir an den Universitäten umfassende Angebote, die
sich speziell an nicht rassistisch marginalisierte Studierende richten. Konkret
schlagen wir vor Kurse zu den Themen “Critical Whiteness” und “Allyship” zum
Beispiel im Rahmen der Allgemeinen Studien oder vergleichbaren Modulen zu
verankern. Darüber hinaus müssen diversitätssensible Hochschulstrukturen
geschaffen werden, etwa durch Einrichtung unabhängiger Beschwerdestellen für
Diskriminierungsfälle und antirassistische Schulungen für Lehrende und
Verwaltungspersonal.
Der Bundesvorstand wird beauftragt ebenfalls bei der politischen Arbeit von
CampusGrün auf Bundesebene und insbesondere gegenüber den zuständigen
politischen Akteur*innen Deutschlands Rassismusproblem klar zu benennen. Eine
gerechte Aufklärung rassistischer Vorfälle wird meistens durch Betroffene,
Angehörige und Aktivist*innen eingefordert, dass Communities dies einfordern
müssen und diese Aufklärung nicht von Seiten der Politik und Behörden kommt, ist
bezeichnend für die fehlede intrinsische Motivation dieser Stellen.
Polizeigewalt, Rassismus und rechte Strukturen in Institutionen müssen
flächendeckend und öffentlich transparent aufgearbeitet werden: wir stellen uns
an die Seite der Forderungen der Betroffenen, Angehörigen und Aktivist*innen.
CampusGrün verpflichtet sich zudem selbst, die eigene Organisation
antirassistisch weiterzuentwickeln durch regelmäßige interne Workshops zu
"Critical Whiteness" und Rassismuskritik, aktive Vernetzung und Zusammenarbeit
mit antirassistischen Initiativen, die Berücksichtigung antirassistischer
Perspektiven bei der Arbeit in Gremien und Arbeitsgruppen sowie die Schaffung
von Räumen, in denen rassistisch marginalisierte Personen ihre Anliegen
einbringen können, ohne Bildungsarbeit für nicht rassistisch diskriminierte
Mitglieder leisten zu müssen."
s. Ä8 (zurückgezogen)