Abänderung für Formnulierung
| Antrag: | Rassismus und Polizeigewalt benennen, bekämpfen und mit Opfern solidarisieren! |
|---|---|
| Antragsteller*in: | Citou Maeve (GRAS Bochum) |
| Status: | Übernahme |
| Eingereicht: | 09.05.2026, 13:37 |
| Antrag: | Rassismus und Polizeigewalt benennen, bekämpfen und mit Opfern solidarisieren! |
|---|---|
| Antragsteller*in: | Citou Maeve (GRAS Bochum) |
| Status: | Übernahme |
| Eingereicht: | 09.05.2026, 13:37 |
eigenen Rassismen zu erkennen und zu verstehen, brauchen wir an den Universitäten umfassende Angebote, die sich speziellinsbesondere an nicht rassistisch marginalisierte Studierende richten. Konkret schlagen wir vorAwareness- und Empowerment-Kurse zum Themenbereich Rassismus vor. Dazu gehören könnten Kurse zu den Themen “Critical Whiteness” Rassismus in der post-migrantischen Gesellschaft, anti-muslimischen Rassismus, Antisemitismus und “Allyship” zum Beispiel, welche gleichzeitig Verständnis für Diskriminierungsverhältnisse, wie auch das Bewusstsein von Chritical Whiteness und Allyship fördern. Diese Workshops sollen im Rahmen der Allgemeinen Studien oder vergleichbaren Modulen zu verankernverankert werden. Darüber hinaus müssen diversitätssensible Hochschulstrukturen geschaffen werden, etwa durch
Die Campusgrün BDV möge beschließen:
“Die Delegiertenversammlung von Campusgrün benennt vorherrschende rassistische
Strukturen klar und solidarisiert sich mit den Opfern dieser Strukturen.
Der Tod von Lorenz im April 2025 durch Polizeigewalt zeigt in aller Härte, wie
dringend der Kampf gegen Rassismus und institutionelle Gewalt unsere politische
Arbeit prägen muss. Sein Tod reiht sich ein in eine Liste von durch die deutsche
Polizei hervorgerufenen Todesfällen, etwa der Oury Jallohs. Insbesondere
schwarze und andere sichtlich ethnisch nicht-deutsche Personen erleben
Polizeigewalt und -willkür auf hohen Graden. Wir stellen uns klar gegen das
rassistische Profiling auf Basis von Hautfarbe oder Migrationshintergrund.
Auch an Hochschulen erleben Personen, deren ethnisch-religiöse Abstammung nicht
christlich-deutsch ist, täglich Stigmatisierungen und strukturelle
Diskriminierung. Als überwiegend ethnisch deutsche Gruppe müssen wir unsere
Privilegien stetig reflektieren und daraus lernen. Dabei sollten wir nicht nur
uns und unsere Strukturen kritisch hinterfragen, sondern auch andere
Hochschulgruppen, Universitätsleitungen und politische Handlungsträger*innen
dazu auffordern, dies ebenfalls zu tun. Wir müssen Personen mit rassistisch
verankerter Diskriminierungserfahrung und ihren Gruppen zuhören und ihre
Perspektiven ernst nehmen, ihre Forderungen in unsere politische Arbeit
integrieren, unsere Privilegien nutzen um Diskriminierung und Rassismus
abzubauen und unsere eigenen Perspektiven nicht als universell ansehen. Um die
eigenen Rassismen zu erkennen und zu verstehen, brauchen wir an den
Universitäten umfassende Angebote, die sich speziellinsbesondere an nicht rassistisch
marginalisierte Studierende richten. Konkret schlagen wir vorAwareness- und Empowerment-Kurse zum Themenbereich Rassismus vor. Dazu gehören könnten Kurse zu den
Themen “Critical Whiteness” Rassismus in der post-migrantischen Gesellschaft, anti-muslimischen Rassismus, Antisemitismus und “Allyship” zum Beispiel, welche gleichzeitig Verständnis für Diskriminierungsverhältnisse, wie auch das Bewusstsein von Chritical Whiteness und Allyship fördern. Diese Workshops sollen im Rahmen der
Allgemeinen Studien oder vergleichbaren Modulen zu verankernverankert werden. Darüber hinaus
müssen diversitätssensible Hochschulstrukturen geschaffen werden, etwa durch
Einrichtung unabhängiger Beschwerdestellen für Diskriminierungsfälle und
antirassistische Schulungen für Lehrende und Verwaltungspersonal.
Der Bundesvorstand wird beauftragt ebenfalls bei der politischen Arbeit von
CampusGrün auf Bundesebene und insbesondere gegenüber den zuständigen
politischen Akteur*innen Deutschlands Rassismusproblem klar zu benennen. Eine
gerechte Aufklärung rassistischer Vorfälle wird meistens durch Betroffene,
Angehörige und Aktivist*innen eingefordert, dass Communities dies einfordern
müssen und diese Aufklärung nicht von Seiten der Politik und Behörden kommt, ist
bezeichnend für die fehlede intrinsische Motivation dieser Stellen.
Polizeigewalt, Rassismus und rechte Strukturen in Institutionen müssen
flächendeckend und öffentlich transparent aufgearbeitet werden: wir stellen uns
an die Seite der Forderungen der Betroffenen, Angehörigen und Aktivist*innen.
CampusGrün verpflichtet sich zudem selbst, die eigene Organisation
antirassistisch weiterzuentwickeln durch regelmäßige interne Workshops zu
"Critical Whiteness" und Rassismuskritik, aktive Vernetzung und Zusammenarbeit
mit antirassistischen Initiativen, die Berücksichtigung antirassistischer
Perspektiven bei der Arbeit in Gremien und Arbeitsgruppen sowie die Schaffung
von Räumen, in denen rassistisch marginalisierte Personen ihre Anliegen
einbringen können, ohne Bildungsarbeit für nicht rassistisch diskriminierte
Mitglieder leisten zu müssen."
Abänderung für Formnulierung